Vermutlich gab es bei keinem anderen Apple-Produkt jemals mehr Leaks als beim iPhone 6. Bereits vor der Vorstellung am kommenden Dienstag sind beinahe alle technischen Details bekannt und auch das Design ist kein Geheimnis mehr. Nun nutzt sogar der Mobilfunkanbieter O2 die gescheiterte Geheimhaltungstaktik von Apple für seine eigene Werbung.

Momentan wird Apples Geheimniskrämerei vom Mobilfunknetz-Betreiber O2 ein bisschen auf die Schippe genommen und für die eigene Werbung genutzt. In einer britischen Tageszeitung schaltete der Provider eine ganzseitige Anzeige, in der es sich offensichtlich um das iPhone 6 dreht. Für diese Interpretation muss man wahrlich keine große Fantasie besitzen.

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O2 behauptet in seiner Anzeige, dass Gurus, wie der hauseigene Tech-Support genannt wird, dem Leser bei allen Smart Devices helfen könnte. „Außer es handelt sich um das neue…, weil es erst am ….. herauskommt“. Darunter ist eine Katze zu sehen, die durch eine über die Schnauze gelegte Hand zum Schweigen angehalten wird.

Apples Problem mit der Geheimhaltung

Die Anzeige trifft die Situation von Apple genau, denn trotz größter Bemühungen gelangten im Vorfeld der iPhone 6 Veröffentlichung immer wieder neue Details an die Öffentlichkeit. Zudem existieren diverse Mock-Ups und Dummies, die das Design des iPhone 6 nahezu identisch treffen. Es soll sogar schon bootfähige Dummies geben.

Experten rechnen zum 9. September hin kaum noch mit Überraschungen seitens Apple, denn zu viele Leaks entlang der Produktionskette kamen in den Umlauf. Auch die Versuche von Apple CEO Tim Cook, die interne Sicherheit bei Apple zu erhöhen und die Leaks zu reduzieren, scheiterte zumindest beim iPhone 6 kläglich.